? und clevergy
eine kurze Familiengeschichte von mir, die ich mir selbstverständlich nur ausgedacht habe, die aber genausogut real sein könnte/ist.
Meine Mutter will nicht, dass ich ihr dabei helfe die Krankenkasse dazu zu bewegen meiner Oma eine Pflegestufe zuzuweisen. ich kenne mich damit nicht wirklich aus und weiß nur, dass meine Oma eine komplette Vollmacht an meinen Vater, ihren Sohn, ausgestellt hat. Diese Vollmacht liest sich wie die freiwillige Zustiimung, von unbestimmter Zeit an, nur noch die Freiheitsbefugnisse eines Säuglings zu haben. Dennoch schafft es so mancher [Kundenaquise betreibender] provisionsgeiler Hirnverbrannter meiner Oma einen all inclusive-Vertag aufzusetzen ohne dabei als grenzwertig zu empfinden, wer ihm da gegenübersitzt. Aus diesem ignoranten Umgang [der angeblich völlig unterfinanzierten Krankenkasse] kann ein Provit gemacht werden, da sieh einer an! So fügt sich also alles zusammen. Nur dass meine Oma da mitspielt will ich nicht wahrhaben, das kann doch nicht sein. Denk ich mir und kotze, während ich, 200km entfernt von meiner Oma, am Computer sitze. Verdammte Scheiße, kann ich dazu nur sagen. Meine Beziehung besteht größtenteils darin mir am Telefon sagen zu lassen, dass ich mich raushalten soll.
und ja, das Fragezeichen steht für eine Firma [Telekommunikation natürlich] deren Name ich jetzt nicht weiß, aber da ich jetzt meine Oma nicht damit belästigen will, muss ich wohl abwarten bis meine Mutter wieder in dem Papierberg meiner lieben Oma nachsehen kann.
ich traue mich nicht mit meiner Oma darüber zu sprechen, aber ich sollte endlich die Zeit finden es zu tun. Was würde das bringen? Ich brauche sie nicht fragen, was genau wer gesagt hat, während des Verkaufsgesprächs, denn daran erinnert sie sich nicht. Ich kann fragen, wie lange das Gespräch gedauert hat, aber das könnte sie auch vergessen haben. Ich frage mich, ob dieser [clevergy]- oder [?]mitarbeiter wirklich gemerkt haben, dass sie nicht in der Lage ist solche Entscheidungen zu treffen. Ich frage mich, ob sie solche Entscheidungen wirklich nicht mehr treffen kann. Vielleicht wäre es auch überhaupt kein Problem, wenn sie jetzt einen anderen Telefonanbieter als die Telekom hätte oder ihren Strom von clevergy bezieht, vielleicht hätte sie ja auch den Wasserkraftsstrom gewählt ;-) wer weiß.. aber meine Mutter hat bereits alle vertragsaufhebenden Schritte eingeleitet. Vielleicht wäre es auch egal. Ich kann meiner Oma diese Entscheidungsgewalt nicht absprechen, aber es ist irgendwie doch nötig, weil sie sich daran meistens kaum erinnert. Es ist schon ein Fortschritt zu hören, dass sie weiß, dass es ein Mann oder eine Frau war, der/die dagewesen ist. Eigentlich ist es erschreckend, wie wenig ich über sie weiß. Verdammt nochmal das kann doch nicht so weitergehen!
Post zu lang. Ich hoffe Fortsetzung folgt.
und ja, das ist hier selbstverständlich nichts weiter als Kapitalismuskritik.

